Sonntag, 28. September 2014
Update!
Jetzt kommt mal wieder ein Update von
mir! Nun sind wir schon fünf Wochen hier in Zeerust. Unglaublich wie
schnell die Zeit doch vergeht! Und so langsam haben wir auch einen
geregelten Tagesablauf in unserem „Problemcreche“ hier im
Townchip Ikageleng. Wir kommen um 8 Uhr an und gehen nun fast jeden
Tag um halb 9 mit den Vorschulkindern bis um 9 Uhr raus und spielen
mit denen ein paar Spiele. Nur mit denen gestaltet sich das schon ein
wenig einfacher als mit allen Kindern. Trotzdem ist es auch bei
dieser kleineren Gruppe schwer, deren Aufmerksamkeit zu bekommen.
Doch es klappt eigentlich ganz gut. Den Morningcircle haben wir
weiterhin beibehalten, da es den meisten Kindern sehr viel Spaß
macht zu singen und ein bisschen dazu zu tanzen. Des Weiteren ist es
auch gut sie bis zu dem Frühstück zu beschäftigen. Würden wir es
nicht machen, würde es auch keiner von den Erziehern machen und die
Kinder würden einfach nur herum sitzen. Nachdem die Kinder dann
gefrühtückt haben gehen wir meinstens raus oder üben für die
Einschulung der Vorschüler. Diese wird hier groß praktiziert! Die
angehenden Schüler studieren verschiedene Tänze zu verschiedenen
Liedern ein und singen auch.
In dem anderen Creche hat sich
eigentlich nichts geändert. Einer von uns fährt schon morgens dort
hin und die anderen beiden kommen gegen 12:30 oder 13 Uhr nach. Man
bekommt etweder seine Aufgaben von den Erziehern oder sucht sich
welche bei den verschiedenen Gruppen der Kinder. Denn dort sind die
Kinder schon im Kindergarten in verschiedene Altersgruppen aufgeteilt
und jede dieser Altersgruppen hat einen „Teacher“. Da kann man
immer irgendwo Helfen. Die Aftercare hat sich auf mich bezogen sehr
verbessert! Die Kinder, die ich betreue, Klasse eins und zwei, sind
weiterhin sehr anstrengend, laut und hören auch nicht so gut auf
mich wenn ich alleine mit ihnen bin. Doch so sehr die Kinder mich
auch aufgeregt haben, habe ich versucht ruhig zu bleiben und mich mit
ihnen außerhalb der Aftercare zu unterhalten um sie besser kennen zu
lernen. Somit konnten sie sehen, dass ich nicht unbedingt der Lehrer
bin, der ihnen fünf mal mit lauter werdenden Stimme sagt, dass sie
ruhig sein sollen. Hat eigentlich ganz gut geklappt und sie hören
schon ein bisschen besser auf mich.
Die Wochenenden waren weiterhin sehr
schön und unterhaltsam! Ein Wochenende waren wir mit Ponatshego und
ein paar anderen Leuten bei jemandem in Zeerust eine Kleinigkeit
trinken. Daraufhin sind wir noch nach Ikageleng gefahren und sind
dort in eine kleine Kneipe/Disko gegangen. Sehr cool dort, doch man
hat gemerkt, dass Weiße nicht allzu oft in eine Disko im Townchip
gehen. Wir werden überall im Townchip angestarrt. Einfach, weil sie
es nicht kennen, dass Weiße hier wohnen und in ihrer comunity und an
ihrem Leben teilnehmen. Das Wochenende darauf waren wir wieder auf
der Farm die anderen Freiwilligen besuchen. Freitag Abend wieder im
Croc-in gewesen und gemütlich zusammen gesessen. Samstag den Tag
über entspannt und abends noch mit Zasa paar Kilometer weiter
gefahren nach Kofikraal und waren dort in einer Kneipe und danach
noch auf der Farm den Abend ausklingen lassen. Am Sonntag waren wir
dann mit drei Freunden von den Farm-Freiwilligen die dort in der
Nähe wohnen in der nähe von Groot Marico an einem wunderschönen
Ort, an dem ich auch schon von 2 ½ Jahren mit meinen Eltern und
meiner Schwester war, als wir sie besucht haben! Dort waren wir quasi
Klippenspringen an einem kleinen Damm! Danach noch gegrillt und dann
nach Hause. Ein sehr geiles Wochenende!
Dieses Wochenendende waren
wir nun auf einer Hochzeit! War auch sehr interessant zu sehen, wie
das hier abläuft! Der erste Teil fand in der Kirche statt, dann kam
die Braut und der Bräutigam tanzend mit vielen anderen Leuten ihrer
Familie und cooler live Musik zu dem Zelt, in dem der hauptsächliche
Teil stattgefuden hat. (Hier feiert man Hochzeiten eingetlich immer
in großen Zelten) Dann kamen viele Reden von Freunden und
Verwandten, dann das Essen und daraufhin ist das Brautpaar
verschwunden um sich für den traditionellen Teil umzuzuiehen. Wieder
kamen sie tanzend mit lauter Musik in richtung Festzelt. Als sie damit
fertig waren, kamen vier Mädchen und drei Jungen, welche einige
traditionelle Tänze vorgeführt haben. Danach wurde sich dann nur
noch unterhalten und wir sind nach Hause gefahren.
Wir ziehen aber doch nicht um in die Stadt, da es zu teuer ist. ist aber auch nicht weiter schlimm, da wir uns bei Maaki auch sehr wohl fühlen!
So richtig freue ich mich auf nächsten
Freitag. Dort geht es auf nach Lesotho und zu den Drakensbergen, da
wir eine Woche Ferien haben! Wir haben uns ein Auto gemietet und
fahren dann noch mit zwei anderen von der Farm dort hin. Das wird
hoffentlich unser erster schöner Urlaub! Ich bin gespannt!
Alles in allem kommt also so langsam der Alltag, auch in dem Creche im Townchip!
Alles in allem kommt also so langsam der Alltag, auch in dem Creche im Townchip!
Ich denke, dass ich mich entweder kurz
vor unserem Urlaub oder dann danach melden werde.
Also bis dann!
Dienstag, 16. September 2014
Mein Heim
Hier zwei Bilder um euch einen kleinen Einblick zu geben, wie meine Nachbarschaft |
Dienstag, 9. September 2014
Die Wochenenden!
Ach ja! Wir haben uns Bereits mit vielen der anderen Freiwilligen am ersten Wochenende wieder getroffen. Wir waren in einer Bar in der nähe der quiet living Farm, wo auch einige Freiwillige leben und arbeiten. Freitag Abend das ein oder andere Bier getrunken und was gegessen, Samstag nur in der Sonne gelegen und entspannt und am Sonntag ne kleine Farmbesichtigung bekommen und dann zurück nach Hause. War also auch ein sehr schönes Wochenende! Das letzte waren wir uns Samstag in unserer Kleinstadt umgucken und am Sonntag mit in der Kirche. Sehr interessant die Unterschiede zu unseren Gottesdiensten zu sehen, aber dennoch etwas langweilig, da es so gut wie nur auf TSwana war.
Die ersten zwei Wochen
Der
zweite Tag war schon wesentlich anstrengender. Es ist echt schwierig
den Kindern In Creche von Ikageleng zu sagen, was sie machen sollen
mit unseren schlechten Sprachkenntnissen in Tswana und ihren nicht
vorhandenen in Englisch. Des Weiteren ist es schwer, da täglich etwa
90 Kinder diesen Creche besuchen, aber nur 3-4 Erzieher dort sind,
die nicht wirklich was machen, wenn wir nicht mit irgendetwas
anfangen. Doch das war für uns anfangs sehr schwer, da wir noch nie
wirklich mit Kindern gearbeitet haben. Nach ein paar Tagen haben wir
dann angefangen einen „Morningcircle“ zu machen. Dabei
unterstützen uns die Erzieher auch zum Glück, da die Kinder nicht
wirklich auf uns hören. Wenn wir dann man mit ihnen allein gelassen
werden wird’s sehr sehr schwiering. Wir sagen sie sollen Aufhören,
sie lachen dich auch und laufen weg. Ich hoffe das wird mit der Zeit.
Im
Kraaines Creche in der Stadt ist alles viel geregelter. Wenn wir
ankommen wird erst einmal mit den Creche – Kindern gespielt. Wenn
sich diese dann schlafen gelegt haben sind schon die meisten Kinder
aus der Schule da. Um 14:30 Uhr fängt dann die Aftercare an mit
Hausaufgabenhilfe und der vorbereitung für anstehende Tests und
Exams. Ich habe da die erste und zweite Klasse erwischt. Sehr
schwierige Kinder. Anfangs habe ich nätürlich versucht so
freundlich wie möglich zu sein, doch das haben sie mir nicht
unbedingt leicht gemacht. Wenn ich dann aml von der Lehrerin Alita
allein gelassen werde, auch wenn es nur für kurze zeit ist, kann man
irgendwann nicht mehr nett sein. Auch diese Kinder hören leider
nicht wirklich auf mich und haben auch eher weniger Respekt vor mir.
Das macht es sehr schwierig.
Bis
jetzt sind wir immer zu dritt zusammen geblieben: bis ca. 12 Uhr im
Ikageleng Creche und dann mitm Fahrrad in die Stadt in den Kraaines.
Doch ich denke mal, dass wir das ab der nächsten woche ändern
werden. Zwei von uns werden morgens bis 12 Uhr im Ikageleng Creche
sein, während einer von uns den ganzen Tag Im Kraaines Creche sein
wird. Denn zu dritt ist es im Ikageleng irgendwie auch wieder zu
viel.
Was
lässt sich jetzt noch sagen... Trotz der vielen Arbeit die auch
teiweise sehr anstrengend ist macht es unheimlich viel Spaß mit den
Kindern! Und heute habe ich mit einem Typ aus dem Townchip, welcher
ein paar Häuser weiter wohnt, eine Warme Wasserleitung gebastelt,
quasi solarbetrieben! Noch nicht ganz fertig, aber ich hoffe, dass
sie das morgen ist! Davon werde ich auch mal ein Bild hochladen damit
ihr euch das vorstellen könnt, wie wir das gemacht haben! Generell
ist es mit den Bildern schwierig, da mein Internetstick echt langsam
ist im hochladen von Bildern und es zudem dann auch noch teuer wird,
da das dann sehr viel Mbs verbraucht. Aber ich veruche
schnellstmöglich Bilder hochzuladen!
Bis
dann!
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