Freitag, 12. Dezember 2014

Puh jetzt habe ich schon ganz schön lange keinen Eintrag mehr gepostet. Meine Faulheit hat leider überwogen.

Zu meinen Projekten lässt sich leider auch nicht so viel sagen, da wir uns da jetzt schon komplett eingelebt haben und die Tagesabläufe sich größtenteils wiederholen. Doch die Kinder aus unseren Kindergärten hatten beide Graduation! Die Graduation kann man mit der Einschulung in Deutschland vergleichen, abgesehen davon, dass sie vor den großen Sommerferien zelebriert wird. So verschieden die Kindergärten sind, waren auch die Graduations sehr verschieden. Als ersten hatten wir mit unseren Kindergarten aus der Stadt, Kraaines, die Graduation. Diese ging etwa 1 1/2 Stunden, war also relativ kurz gehalten. Wir dachen auch, dass das ganze hier größer gefeiert wird. Am Anfang hat unsere Chefin erst einmal was gesagt, dann haben die Kinder ein paar einstudierte Lieder gesungen. dabei hatten sie sehr coole Kostüme an.


Im Township sah das ganze dann schon anders aus. Es hat etwa um 10 Uhr morgens angefangen und ging dann bis etwa 16 Uhr. Dort wurde auch viel geredet, natürlich auf Tswana, damit die deutschen nichts verstehen. Aber war ja klar. Dort lief es dann schon anders ab. Die Kinder haben mehr getanzt als gesungen und haben für jeden neuen Tanz wieder neue Kostüme angehabt. Das war schon krass, wie viel Aufwand dort betrieben wurde. Am Ende hatten auch dort alle Kinder diese "Kutten" an und wurden einzeln auf die Bühne gerufen, haben dann ihre Urkunde bekommen und wurden gesegnet. Danach gab es dann noch lecker Essen und das war es dann auch schon. 

An den Wochenenden waren wir wie immer sehr sehr Beschäftigt, da es einfach zu langweilig ist das ganze Wochenende zu Hause zu verbringen, da es in Zeerust bzw. im Township einfach nichts zu machen gibt. Das einzige was wir machen, wenn wir zu Hause sind, ist in die Tavern gehen. paar Bierchen trinken und ein bisschen tanzen. Das ist immer ganz cool, da sich die Leute hier im Gegenteil zu Deutschland sehr gut bewegen können! Und dass sind nicht nur die Frauen sondern auch die Männer! 

Was alles so abging:
Über meinen Geburtstag sind uns zwei Freunde aus Potchefstoom besuchen gekommen, mit denen wir in der Tavern in meinen Geburtstag rein gefeiert haben und am nächsten Tag nach auf der Farm von den anderen Freiwilligen waren. Darauf das Wochenende waren wir mit unserer Gastmutti bei ihrer Familie in Botswana! Dort war nämlich ne Beerdigung - welche wir leider verpasst haben, da uns niemand gesagt hat, dass die schon um 6 Uhr morgens ist und uns auch niemand geweckt hat. Leckeres Essen gab es trotzdem für uns. Am Samstag waren wir dann noch in der Hauptstadt Gaborone, war nicht allzu atemberaubend, da wir irgendwie nur in ne Shoppingmall sind. War trotzdem nen schönes Wochenende!


Das Wochenende darauf war ich dann mit der Kirsten und vielen anderen Menschen von unserer Organisation in Pretoria bei den Freiwilligen. Denn am Samstag war dort ein kleines Festival. Das hieß Neonrun! war auch sehr sehr geil! Angekommen, das eine oder andere Bierchen gezischt, 5 Kilometer gelaufen und dann geile Bands und DJ's! 



Dann waren wir am 29. und 30.11 in Groot Mario bei den Freiwilligen, sind auch nur 45km. Da waren wir an ner anderen Stelle des Damms die auch sehr cool war! Abends dann bei nem 26 jährigem auf seiner kleinen Farm, denn der hat ne Party für uns geschmissen! Da sind dann auch wieder viele Freiwillige zusammen gekommen. Auch wieder sehr schön gewesen die alle mal wieder gesehen zu haben! 



An Nikolaus waren wir dann bei unserer Chefin auf der Farm, bisschen im Pool gebadet, Traktor gefahren und wieder mal lecker gegessen! 

Und nun ist es schon soweit für unseren großen Sommerurlaub! Kann mir hier bei 35 grad nicht wirklich vorstellen, dass bald Weihnachten und Silvester ist. Fahren jetzt los an die Küste nach Port Shepstone und von dort aus in 3 Wochen nach Kapstadt! also werde ich Mich in 1 oder 2 Monaten melden. Also: Schöne weihnachten und Silvester im Kalten Deutschland!

bis dann! 



Montag, 8. Dezember 2014

Spendenliste!

Tut mir leid, dass das erst jetzt kommt, aber habe gerade gemerkt, dass der Beitrag nicht hochgeladen wurde. Ganz ganz vielen Dank an alle Spender, die mir das, was ich hier erleben und an er Erfahrungen sammeln kann, ermöglicht haben!

Der Dank geht an:

Christian von Stern
Doris Kast
Familie Pariente
Ingmar Adolf Probst
Bea Heinzmann-Akintaya
Mama & Papa
Familie Köpke
Familie Heuser
Imka Vollert
Familie Franke
Rainer Fischer
Familie Burchard
Familie Novotny
Familie Senger
Familie Gronostay
Familie Schünemann
Familie Biermann
Inge Köpke
Familie Engelhard
Familie Bacher
Familie Kruse
Familie Eulig
Familie Seitz
Hubert Ahlers
Familie Perschel
Ingrid Lönngren
Familie Weinberger / Krüger
Max Franzke
Dietmar und Babara

Dienstag, 28. Oktober 2014

Paintball !!!

Wie waren Paintball spielen und davon habe ich mal ein kleines Video zusammen geschnitten!
Hier der Youtube-link dazu :)

http://youtu.be/apJnQoQPZLs

Wissenswertes über Südafrika

Es gibt hier viele Dinge, die für uns Deutsche eher ungewöhnlich sind und davon wollte ich mal ein bisschen was schreiben.

Hier gibt es zum Beispiel so gut wie nur in Großstädten Ampeln. Der restliche Verkehr wird größtenteils von Stop-Schildern geregelt. Bei einer Kreuzung wo an jeder andockenden Straße ein Stop-Schild steht, darf der als erstes fahren, der als erstes gekommen ist. Hört sich simpel an, doch umso größer die Kreuzung ist, desto unübersichtlicher wird es, wer nun als erstes an der Kreuzung stand und wer nicht.

Eine weitere Sache ist, dass man hier nicht einfach durchgehend mit Elektrizität versorgt wird, sondern man los gehen muss und sich welche kaufen muss. finde ich persönlich besser, da man jeder Zeit weiß, was man Verbraucht und somit sparsamer leben kann.

Des weiteren besteht der Öffentliche Nah- und Fernverkehr fast ausschließlich aus quasi "Taxi-bussen". Dies sind Kleinbusse von Toyota mit 13 Sitzen und diese fahren von zum Beispiel Ikageleng die 6 Km bis nach Zeerust aber auch die 250 km von hier bis nach Johannesburg. Diese sind mal neuer und mal älter (eher älter und klapprig). Diese sehen auch immer sehr vollgestopft aus, da die Plätze sehr klein sind. Somit ist in vollen Taxen immer kuscheln angesagt.

Generell ist der Verkehr hier auch nicht allzu sicher. Autos werden hier zum Beispiel solange repariert, bis gar nichts mehr geht. solange es noch fährt und bremst ist alles gut. Außerdem hält man hier auch nicht so viel von "Don't drink and drive". Mit Falsche in der Hand am Steuer ist nichts abwägiges. Hier kann man aber auch viel besser trampen als in Deutschland. man steht vielleicht 15 Minuten und wird dann mitgenommen. enteder von einem normalen Auto, einem Pic-up auf der Ladefläche oder von einem Taxi. Bei Taxis muss man immer bezahlen, bei privaten Leuten die einen mitnehmen ist es verschieden. Manche nehmen dich mit weil sie nett sind, manche nehmen dich mit weil das leichtverdientes kleines Geld ist. Es besteht sogar die Chance, mit 10 Leuten mit einem einzigen Pic-up mitgenommen werden zu können! Haben wir schon geschafft! Das trampen gehört hier nun einmal zur Tagesordnung und man kann es auch schon als Öffentlichen Verkehr bezeichnen. Manche haben keine andere Möglichkeit, da sie das Geld eventuell nicht haben. Hier beschreibt man auch meistens die Entfernung in Zeit und nicht in Kilometern, da es hier sowas wie Stau selten bis gar nicht gibt. Was auch oft passiert, dass man mit 100 km/h auf einer Straße fährt, die einem gut ausgebaut erscheint, man dann aber auf einmal mit bestehender Geschwindigkeit durch ein 10-20 cm tiefes Schlagloch fährt. 

Das war es erst einmal, vielleicht fällt mir die Tage noch etwas anderes ein. Bis dann! 

Urlaubsbilder

Die Urlaubstruppe! Rechts vorne: Lisa aus meinem Projekt; Rechts hinten: Kirsten aus meinem Projekt; Links vorne: Hannah Aus Skunsdrif und links hinten Franzi aus Skunsdrif

Maletsunyane Wasserfall

Sani - Pass durch die Drakensberge


Der beschwerliche Wanderweg zum Amphie Theatre

Amphie Theatre

Montag, 13. Oktober 2014

Erster Urlaub - Lesotho & Drakensberge!

Wie schnell doch eine Woche Urlaub vergeht! Schon bin ich wieder daheim und es geht direkt weiter mit der Arbeit, aber es war sehr schön! Am Freitag, den 03.10 bin ich allein 140 km in die nächstgrößere Stadt Rustenburg gefahren um unser Auto abzuholen. Dann habe ich die 2 andere Freiwillige auf dem weg zurück mitgenommen und wir sind dann zusammen nochmal nach Ikageleng, haben dort was gegessen und sind dann gegen 14 Uhr los gekommen. Das war schon ein bisschen spät. Denn wir kamen dann erst nach dem einen oder anderen falsch eingeschlagenen Weg um 11 Uhr in dem ersten Backpacker (das sind meist kleine Unterkünfte, in welchen man campen, in Mehrbettzimmern schlafen oder in Doppelzimmern schlafen kann) kurz hinter der Grenze von Lesotho, Südöstlich von Maseru, der Hauptstadt an. Daher, dass wir den Urlaub möglichst günstig halten wollten, waren wir campen. Das kostet, je nach Lage des Backpackers etwa 70-90 Rand (5-6,50 Euro). Dafür kann man dann dort übernachten, die Waschräume und eine Küche benutzen und nette Leute kennen lernen! Am nächsten Tag sind wir dann ein bisschen weiter in den Süden gefahren und haben uns den größten Wasserfall Lesothos angeschaut, den Maletsunyane. Dann haben wir noch einmal in dem gleichen Backpacker geschlafen und sind den nächsten Morgen aufgebrochen in Richtung Drakensberge (Bergkette, welche an die komplette Ostseite Lesothos angrenzt). Dies war die schlimmste Autofahrt unseres Lebens. Wir sind quer durch Lesotho gefahren. Das wären 250 km gewesen. Und daher, dass diese Straße in unseren Karten als Asphaltiert galt, dachten wir, dass wir so 4 Stunden für diesen Weg brauchen, und dann noch mal 2-3 Stunden bis nach Underberg, unser nächster halt in unserem Urlaub. Doch dies gestaltete sich leider etwas schwieriger. Am Anfang war die Straße super, dann ein Schotterweg, auf dem man aber ohne Probleme noch 60 km/h fahren konnte. Dort trafen wir dann auch noch, als wir kurz Pause gemacht haben, ein paar Einheimische aus einem kleinen Dorf mitten im Niergendwo. Diese waren so gastfreundlich, dass sie uns zu einem kleinen Snack einluden und uns ihre Hütten zeigten. Doch dann fuhren wir weiter und es wurde schrecklich! Im dritten Gang konnte man nicht mehr fahren, es ging auf und ab, der komplette Weg gezeichnet von riesigen Steinen. Ab und zu aufgesetzt und vor allem Angst gehabt, stecken zu bleiben oder sonstiges, da der Tank nur noch zu ¼ gefüllt war, hinter uns aber schon 4 Stunden Strecke lag, bis eine Tankstelle kommen würde. Daher mussten wir weiter fahren. Im Endeffekt sind wir nach 11 Stunden fahrt (für 250 km) an der Grenze zu Südafrika angekommen, die aber schon geschlossen war. Netterweise hat uns ein Polizist angeboten, bei ihm zu schlafen, was wir nach diesem harten Tag Dankend annahmen. Doch am nächsten Tag hörte das Drama noch nicht ganz auf. Die sogenannte „Straße“ war nach der Grenze weiterhin so gut wie gar nicht befahrbar mit unserem Toyota mit Frontantrieb. Und weiterhin waren es 50 km bis zur nächsten Tankstelle. Das haben wir dann zum Glück auch noch gemeistert und konnten beruhigt bis nach Underberg weiterfahren. Diese kleine Stadt liegt direkt an dem hier sehr bekannten Sani-Pass. Dieser ist eine Straße, welche direkt, aber sehr steil über die Drakensberge wieder nach Lesotho führt. In dem Backpacker angekommen direkt 3 deutsche Reisende getroffen, mit welchen wir uns sehr gut verstanden, weswegen wir dann auch mit denen am nächsten Tag den Sani-Pass hochgewandert sind (8 km). Gelaufen sind wir deswegen, da man für diesen kurzen Weg nach oben ansonsten 650 Rand bezahlen hätte müssen (ca. 50 Euro). Dort oben dann einen Happen gegessen in dem Höchsten Pub Südafrikas und die Aussicht genossen und dann wieder runter gelaufen. Den Tag darauf war ich noch mit Kirsten, einer meiner Mitbewohnerinnen und Bernd, welchen wir in dem schönen kleinen Backpacker kennen gelernt haben, Mountainbike fahren in den Bergen und die anderen ne runde Reiten, sind dann aber noch am gleichen Tag weiter gefahren zu dem nächsten Backpacker 200 km weiter. Dieser war auch sehr schön, aber viel größer als die anderen! In dem vorherigen konnten vielleicht 20 Leute drinnen schlafen und ein paar Leute zelten. Doch in diesen wurde uns berichtet, dass es der größte in Südafrika sei und zum beispiel an Silvester bis zu 4000 Leute dort feiern und übernachten. Dieser hatte dann auch einen Pool, Whirpool, Sauna, große Bar und und und... Dort haben wir dann lustiger Weise noch andere Freiwillige von unserer Organisation getroffen. Am nächsten Tag sind wir dann auf eigene Faust zum Amphie Theater und dem höchsten Berg Südafrikas gefahren. An diesem Amphie Theater kann man wundervolle Berge sehen und außerdem den zweithöchsten Wasserfall der Welt! Hört sich schön an, doch der Wasserfall war leider „ausgetrocknet“, da es hier noch nicht wirklich geregnet hat. Hat sich trotzdem sehr gelohnt! Es ist so wunderschön dort und vorallem eine sehr geile Strecke zum wandern! Den Tag darauf wollten wir eigentlich noch in den Royal Natal National Park, in welchen man in einem schönen See baden kann und auch schöne Natur sehen kann, doch das Wetter hat leider zum ersten mal nicht mitgespielt. Kalt, wolkig, regnerisch. Hat mich mal wieder sehr an Deustchland erinnnert. Wir sind dann jedenfalls wieder richtung Rustenburg gefahren, da wir dort das auto auch abgeben mussten. Haben aber noch 2 nächte bei anderen in der Nähe davon übernachtet, da ja erst Freitag war und wir das wochenende nicht schon in Ikageleng verbringen wollten. War auch sehr gut! Vor allem, da wir Kolja und Saskia lange nicht mehr gesehen haben, da es halt doch 140 km entfernt ist. Alles in allem war es ein sehr schöner Urlaub! Vor allem, da wir so doch relativ viel gewandert sind, und nicht durchgehend im Auto saßen. Soviel dazu und jetzt geht die Arbeit und der Alltag wieder los. Wenn es was neues gibt, werde ich mich hier wieder melden. Also bis dann!


PS: Es gibt leider keine Bilder oder Videos von der Horrorstrecke, da wir alle viel zu schlecht drauf und viel zu angespannt waren ...

Sonntag, 28. September 2014

Klippenspringen


Update!

Jetzt kommt mal wieder ein Update von mir! Nun sind wir schon fünf Wochen hier in Zeerust. Unglaublich wie schnell die Zeit doch vergeht! Und so langsam haben wir auch einen geregelten Tagesablauf in unserem „Problemcreche“ hier im Townchip Ikageleng. Wir kommen um 8 Uhr an und gehen nun fast jeden Tag um halb 9 mit den Vorschulkindern bis um 9 Uhr raus und spielen mit denen ein paar Spiele. Nur mit denen gestaltet sich das schon ein wenig einfacher als mit allen Kindern. Trotzdem ist es auch bei dieser kleineren Gruppe schwer, deren Aufmerksamkeit zu bekommen. Doch es klappt eigentlich ganz gut. Den Morningcircle haben wir weiterhin beibehalten, da es den meisten Kindern sehr viel Spaß macht zu singen und ein bisschen dazu zu tanzen. Des Weiteren ist es auch gut sie bis zu dem Frühstück zu beschäftigen. Würden wir es nicht machen, würde es auch keiner von den Erziehern machen und die Kinder würden einfach nur herum sitzen. Nachdem die Kinder dann gefrühtückt haben gehen wir meinstens raus oder üben für die Einschulung der Vorschüler. Diese wird hier groß praktiziert! Die angehenden Schüler studieren verschiedene Tänze zu verschiedenen Liedern ein und singen auch.

In dem anderen Creche hat sich eigentlich nichts geändert. Einer von uns fährt schon morgens dort hin und die anderen beiden kommen gegen 12:30 oder 13 Uhr nach. Man bekommt etweder seine Aufgaben von den Erziehern oder sucht sich welche bei den verschiedenen Gruppen der Kinder. Denn dort sind die Kinder schon im Kindergarten in verschiedene Altersgruppen aufgeteilt und jede dieser Altersgruppen hat einen „Teacher“. Da kann man immer irgendwo Helfen. Die Aftercare hat sich auf mich bezogen sehr verbessert! Die Kinder, die ich betreue, Klasse eins und zwei, sind weiterhin sehr anstrengend, laut und hören auch nicht so gut auf mich wenn ich alleine mit ihnen bin. Doch so sehr die Kinder mich auch aufgeregt haben, habe ich versucht ruhig zu bleiben und mich mit ihnen außerhalb der Aftercare zu unterhalten um sie besser kennen zu lernen. Somit konnten sie sehen, dass ich nicht unbedingt der Lehrer bin, der ihnen fünf mal mit lauter werdenden Stimme sagt, dass sie ruhig sein sollen. Hat eigentlich ganz gut geklappt und sie hören schon ein bisschen besser auf mich.

Die Wochenenden waren weiterhin sehr schön und unterhaltsam! Ein Wochenende waren wir mit Ponatshego und ein paar anderen Leuten bei jemandem in Zeerust eine Kleinigkeit trinken. Daraufhin sind wir noch nach Ikageleng gefahren und sind dort in eine kleine Kneipe/Disko gegangen. Sehr cool dort, doch man hat gemerkt, dass Weiße nicht allzu oft in eine Disko im Townchip gehen. Wir werden überall im Townchip angestarrt. Einfach, weil sie es nicht kennen, dass Weiße hier wohnen und in ihrer comunity und an ihrem Leben teilnehmen. Das Wochenende darauf waren wir wieder auf der Farm die anderen Freiwilligen besuchen. Freitag Abend wieder im Croc-in gewesen und gemütlich zusammen gesessen. Samstag den Tag über entspannt und abends noch mit Zasa paar Kilometer weiter gefahren nach Kofikraal und waren dort in einer Kneipe und danach noch auf der Farm den Abend ausklingen lassen. Am Sonntag waren wir dann mit drei Freunden von den Farm-Freiwilligen die dort in der Nähe wohnen in der nähe von Groot Marico an einem wunderschönen Ort, an dem ich auch schon von 2 ½ Jahren mit meinen Eltern und meiner Schwester war, als wir sie besucht haben! Dort waren wir quasi Klippenspringen an einem kleinen Damm! Danach noch gegrillt und dann nach Hause. Ein sehr geiles Wochenende!


 Dieses Wochenendende waren wir nun auf einer Hochzeit! War auch sehr interessant zu sehen, wie das hier abläuft! Der erste Teil fand in der Kirche statt, dann kam die Braut und der Bräutigam tanzend mit vielen anderen Leuten ihrer Familie und cooler live Musik zu dem Zelt, in dem der hauptsächliche Teil stattgefuden hat. (Hier feiert man Hochzeiten eingetlich immer in großen Zelten) Dann kamen viele Reden von Freunden und Verwandten, dann das Essen und daraufhin ist das Brautpaar verschwunden um sich für den traditionellen Teil umzuzuiehen. Wieder kamen sie tanzend mit lauter Musik in richtung Festzelt. Als sie damit fertig waren, kamen vier Mädchen und drei Jungen, welche einige traditionelle Tänze vorgeführt haben. Danach wurde sich dann nur noch unterhalten und wir sind nach Hause gefahren.

Wir ziehen aber doch nicht um in die Stadt, da es zu teuer ist. ist aber auch nicht weiter schlimm, da wir uns bei Maaki auch sehr wohl fühlen!

So richtig freue ich mich auf nächsten Freitag. Dort geht es auf nach Lesotho und zu den Drakensbergen, da wir eine Woche Ferien haben! Wir haben uns ein Auto gemietet und fahren dann noch mit zwei anderen von der Farm dort hin. Das wird hoffentlich unser erster schöner Urlaub! Ich bin gespannt!

Alles in allem kommt also so langsam der Alltag, auch in dem Creche im Townchip!

Ich denke, dass ich mich entweder kurz vor unserem Urlaub oder dann danach melden werde.


Also bis dann!

Dienstag, 16. September 2014

Mein Heim


Hier zwei Bilder um euch einen kleinen Einblick zu geben, wie meine Nachbarschaft
 und mein Haus aussieht. Sieht vielleicht etwas krass aus mit dem riesen 'Gate'  davor, aber ichweiß auch nicht genau wieso der da ist, da es sowieso nie abgeschlossen ist. Aber so schaut es hier im Township im allgemeinen aus.Vielleicht ziehen wir doch schon bald wieder um undzwar in die City! Hat viele Vorteile: da einer von uns den  Tag im Kraaines Creche in der Stadt verbringt, hat er keinen weiten weg und wir koennen auch besser Besuch empfangen als bei einer Gastfamilie. Mall sehen. Melde mich dann noch mal :)

Dienstag, 9. September 2014

Meine Hood!



Dort hatten wir unser Vorbereitungsseminar

Unsere erste Pic-up Fahrt









Die Wochenenden!

Ach ja! Wir haben uns Bereits mit vielen der anderen Freiwilligen am ersten Wochenende wieder getroffen. Wir waren in einer Bar in der nähe der quiet living Farm, wo auch einige Freiwillige leben und arbeiten. Freitag Abend das ein oder andere Bier getrunken und was gegessen, Samstag nur in der Sonne gelegen und entspannt und am Sonntag ne kleine Farmbesichtigung bekommen und dann zurück nach Hause. War also auch ein sehr schönes Wochenende! Das letzte waren wir uns Samstag in unserer Kleinstadt umgucken und am Sonntag mit in der Kirche. Sehr interessant die Unterschiede zu unseren Gottesdiensten zu sehen, aber dennoch etwas langweilig, da es so gut wie nur auf TSwana war.
Eines der Kinder Aus dem Ikageleng Creche Im Townchip

Die ersten zwei Wochen



Der zweite Tag war schon wesentlich anstrengender. Es ist echt schwierig den Kindern In Creche von Ikageleng zu sagen, was sie machen sollen mit unseren schlechten Sprachkenntnissen in Tswana und ihren nicht vorhandenen in Englisch. Des Weiteren ist es schwer, da täglich etwa 90 Kinder diesen Creche besuchen, aber nur 3-4 Erzieher dort sind, die nicht wirklich was machen, wenn wir nicht mit irgendetwas anfangen. Doch das war für uns anfangs sehr schwer, da wir noch nie wirklich mit Kindern gearbeitet haben. Nach ein paar Tagen haben wir dann angefangen einen „Morningcircle“ zu machen. Dabei unterstützen uns die Erzieher auch zum Glück, da die Kinder nicht wirklich auf uns hören. Wenn wir dann man mit ihnen allein gelassen werden wird’s sehr sehr schwiering. Wir sagen sie sollen Aufhören, sie lachen dich auch und laufen weg. Ich hoffe das wird mit der Zeit.

Im Kraaines Creche in der Stadt ist alles viel geregelter. Wenn wir ankommen wird erst einmal mit den Creche – Kindern gespielt. Wenn sich diese dann schlafen gelegt haben sind schon die meisten Kinder aus der Schule da. Um 14:30 Uhr fängt dann die Aftercare an mit Hausaufgabenhilfe und der vorbereitung für anstehende Tests und Exams. Ich habe da die erste und zweite Klasse erwischt. Sehr schwierige Kinder. Anfangs habe ich nätürlich versucht so freundlich wie möglich zu sein, doch das haben sie mir nicht unbedingt leicht gemacht. Wenn ich dann aml von der Lehrerin Alita allein gelassen werde, auch wenn es nur für kurze zeit ist, kann man irgendwann nicht mehr nett sein. Auch diese Kinder hören leider nicht wirklich auf mich und haben auch eher weniger Respekt vor mir. Das macht es sehr schwierig.

Bis jetzt sind wir immer zu dritt zusammen geblieben: bis ca. 12 Uhr im Ikageleng Creche und dann mitm Fahrrad in die Stadt in den Kraaines. Doch ich denke mal, dass wir das ab der nächsten woche ändern werden. Zwei von uns werden morgens bis 12 Uhr im Ikageleng Creche sein, während einer von uns den ganzen Tag Im Kraaines Creche sein wird. Denn zu dritt ist es im Ikageleng irgendwie auch wieder zu viel.

Was lässt sich jetzt noch sagen... Trotz der vielen Arbeit die auch teiweise sehr anstrengend ist macht es unheimlich viel Spaß mit den Kindern! Und heute habe ich mit einem Typ aus dem Townchip, welcher ein paar Häuser weiter wohnt, eine Warme Wasserleitung gebastelt, quasi solarbetrieben! Noch nicht ganz fertig, aber ich hoffe, dass sie das morgen ist! Davon werde ich auch mal ein Bild hochladen damit ihr euch das vorstellen könnt, wie wir das gemacht haben! Generell ist es mit den Bildern schwierig, da mein Internetstick echt langsam ist im hochladen von Bildern und es zudem dann auch noch teuer wird, da das dann sehr viel Mbs verbraucht. Aber ich veruche schnellstmöglich Bilder hochzuladen!


Bis dann!

Montag, 25. August 2014

Kaltes Südafrika



Wir sind am 21.08 um etwa 07:30 Uhr gelandet. Gegen 10 Uhr haben wir uns dann auf den Weg zum 3-Tägigen On-arrival Seminar gemacht, von dem wir vorher noch nicht wussten, wo es stattfindet. Wir sind dann also etwa 2 Stunden mit dem Bus zu unserem Seminar gefahren. Es war mittem nirgendwo! Es hat typisch südafrikanisch angefangen, nämlich entspannt. Erst einmal wurde gegessen und dann hatten wir noch mal eine stunde für uns. Dann kam den gleichen Tag noch und den Freitag darauf wieder relativ viel Input zum verarbeiten, doch eigentlich fast alle Freiwilligen haben immer mehr lust bekommen endlich in ihr Projekt zu kommen und so richtig anzukommen. Am Freitag morgen haben wir verstanden, wieso wir Winterjacken und Schals mitbringen sollten. Wir hatten nachts -1 Grad und das ohne Heizung. Superklasse! Wir saßen morgens um 7 Uhr in Winterjacke und mit Schal am Frühstückstisch. Unfassbar. Samstag ging es dann gegen 10 Uhr morgens los. Wir sind mit Kleinbussen gestartet und ich und meine anderen beiden Mitbewohnerinnen sind nach etwa 5 Stunden Fahrt und dem Ablanden einiger anderer Freiwilliger umgestiegen auf einen Pick-up und sind damit die letzten Kilometer bis nach Zeerust gefahren.
Endlich sind wir angekommen! Wir wohnen jedoch nicht direkt in Zeerust, sondern in einen Townchip nebenan namens Ikageleng bei einer Frau im Haus Namens Maki und ihrer drei Kinder. Wir wurden sehr nett empfangen aber waren zu kaputt um noch viel zu erkunden.

Den Sonntag darauf Sind wir dann mit Ponatshego und Seiner Freundin – eine Ehemalige des DSJW – durch ein kleines Tierreservat gefahren und haben dort gegrillt. Auf dem Rückwegen erhofften wir uns Giraffen zu sehen, sahen aber nur ein paar Impalas. War trotzdem ein schöner Tag!

Heute ging es dann endlich los! Wir sind um 8 Uhr in den einen der beiden Creches (Creche = Kindergarten) namens „Ikageleng“ gegangen. Dort haben wir die vielen Kinder und die Erzieher kennen gelernt! Was soll ich sagen. Alle Menschen hier sind so unfassbar lieb und nett und auch die Kinder kommen relativ schnell auf uns zu! Ich bin dann mit den etwas älteren Kindern und einer Chreche-Lehrerin in einen anderen Raum gegangen, in dem sie dann spielerisch mit den Kindern Englisch gelernt hat. Das hat mir auch sehr viel Spaß gemacht! Gegen 10:30 Uhr sind wir dann mit dem Taxi rüber nach Zeerust gefahren um den anderen Creche kennenzulernen: Kraaines. Man hat sofort einen sehr krassen unterschied zwischen den beiden Creches gemerkt. Ikageleng liegt direkt im Townchip und wird auch nur von Kindern besucht, welche im Townchip wohnen. Diese können so gut wie kein englisch und verstehen uns genauso wenig wie wir sie. Doch im Kraaines-Creche hat man schnell gemerkt, dass die Kinder viel besser Englisch können und auch besser erzogen sind. Uns wurde nebenbei auch von einem der Mitarbeiter erzählt, dass dieser Creche nur von Kindern besucht wird, von denen die Eltern etwas mehr Geld verdienen. Sobald Die Kinder uns kennengelernt haben, sprachen sie uns nur noch mit „Teacher“ oder „Teacher Tim“ an und konnten sich mit ihren jungen Jahren schon gut mit uns auf englisch unterhalten! Unglaublich!
Ab 13:30 Uhr kommen dann die Schüler aus Klasse 1-11 in den Creche und wir haben ihnen in extra Räumen Hausaufgabenhilfe gegeben. Dieser Tag war so super erfolgreich und spannend, unter anderem auch, da ich endlich Internet habe. Deswegen kommt jetzt auch alles von 5 Tagen auf einmal.


Das war es hiermit fürs erste und ich sage gute Nacht bzw. robala sentle!