Dienstag, 28. Oktober 2014

Paintball !!!

Wie waren Paintball spielen und davon habe ich mal ein kleines Video zusammen geschnitten!
Hier der Youtube-link dazu :)

http://youtu.be/apJnQoQPZLs

Wissenswertes über Südafrika

Es gibt hier viele Dinge, die für uns Deutsche eher ungewöhnlich sind und davon wollte ich mal ein bisschen was schreiben.

Hier gibt es zum Beispiel so gut wie nur in Großstädten Ampeln. Der restliche Verkehr wird größtenteils von Stop-Schildern geregelt. Bei einer Kreuzung wo an jeder andockenden Straße ein Stop-Schild steht, darf der als erstes fahren, der als erstes gekommen ist. Hört sich simpel an, doch umso größer die Kreuzung ist, desto unübersichtlicher wird es, wer nun als erstes an der Kreuzung stand und wer nicht.

Eine weitere Sache ist, dass man hier nicht einfach durchgehend mit Elektrizität versorgt wird, sondern man los gehen muss und sich welche kaufen muss. finde ich persönlich besser, da man jeder Zeit weiß, was man Verbraucht und somit sparsamer leben kann.

Des weiteren besteht der Öffentliche Nah- und Fernverkehr fast ausschließlich aus quasi "Taxi-bussen". Dies sind Kleinbusse von Toyota mit 13 Sitzen und diese fahren von zum Beispiel Ikageleng die 6 Km bis nach Zeerust aber auch die 250 km von hier bis nach Johannesburg. Diese sind mal neuer und mal älter (eher älter und klapprig). Diese sehen auch immer sehr vollgestopft aus, da die Plätze sehr klein sind. Somit ist in vollen Taxen immer kuscheln angesagt.

Generell ist der Verkehr hier auch nicht allzu sicher. Autos werden hier zum Beispiel solange repariert, bis gar nichts mehr geht. solange es noch fährt und bremst ist alles gut. Außerdem hält man hier auch nicht so viel von "Don't drink and drive". Mit Falsche in der Hand am Steuer ist nichts abwägiges. Hier kann man aber auch viel besser trampen als in Deutschland. man steht vielleicht 15 Minuten und wird dann mitgenommen. enteder von einem normalen Auto, einem Pic-up auf der Ladefläche oder von einem Taxi. Bei Taxis muss man immer bezahlen, bei privaten Leuten die einen mitnehmen ist es verschieden. Manche nehmen dich mit weil sie nett sind, manche nehmen dich mit weil das leichtverdientes kleines Geld ist. Es besteht sogar die Chance, mit 10 Leuten mit einem einzigen Pic-up mitgenommen werden zu können! Haben wir schon geschafft! Das trampen gehört hier nun einmal zur Tagesordnung und man kann es auch schon als Öffentlichen Verkehr bezeichnen. Manche haben keine andere Möglichkeit, da sie das Geld eventuell nicht haben. Hier beschreibt man auch meistens die Entfernung in Zeit und nicht in Kilometern, da es hier sowas wie Stau selten bis gar nicht gibt. Was auch oft passiert, dass man mit 100 km/h auf einer Straße fährt, die einem gut ausgebaut erscheint, man dann aber auf einmal mit bestehender Geschwindigkeit durch ein 10-20 cm tiefes Schlagloch fährt. 

Das war es erst einmal, vielleicht fällt mir die Tage noch etwas anderes ein. Bis dann! 

Urlaubsbilder

Die Urlaubstruppe! Rechts vorne: Lisa aus meinem Projekt; Rechts hinten: Kirsten aus meinem Projekt; Links vorne: Hannah Aus Skunsdrif und links hinten Franzi aus Skunsdrif

Maletsunyane Wasserfall

Sani - Pass durch die Drakensberge


Der beschwerliche Wanderweg zum Amphie Theatre

Amphie Theatre

Montag, 13. Oktober 2014

Erster Urlaub - Lesotho & Drakensberge!

Wie schnell doch eine Woche Urlaub vergeht! Schon bin ich wieder daheim und es geht direkt weiter mit der Arbeit, aber es war sehr schön! Am Freitag, den 03.10 bin ich allein 140 km in die nächstgrößere Stadt Rustenburg gefahren um unser Auto abzuholen. Dann habe ich die 2 andere Freiwillige auf dem weg zurück mitgenommen und wir sind dann zusammen nochmal nach Ikageleng, haben dort was gegessen und sind dann gegen 14 Uhr los gekommen. Das war schon ein bisschen spät. Denn wir kamen dann erst nach dem einen oder anderen falsch eingeschlagenen Weg um 11 Uhr in dem ersten Backpacker (das sind meist kleine Unterkünfte, in welchen man campen, in Mehrbettzimmern schlafen oder in Doppelzimmern schlafen kann) kurz hinter der Grenze von Lesotho, Südöstlich von Maseru, der Hauptstadt an. Daher, dass wir den Urlaub möglichst günstig halten wollten, waren wir campen. Das kostet, je nach Lage des Backpackers etwa 70-90 Rand (5-6,50 Euro). Dafür kann man dann dort übernachten, die Waschräume und eine Küche benutzen und nette Leute kennen lernen! Am nächsten Tag sind wir dann ein bisschen weiter in den Süden gefahren und haben uns den größten Wasserfall Lesothos angeschaut, den Maletsunyane. Dann haben wir noch einmal in dem gleichen Backpacker geschlafen und sind den nächsten Morgen aufgebrochen in Richtung Drakensberge (Bergkette, welche an die komplette Ostseite Lesothos angrenzt). Dies war die schlimmste Autofahrt unseres Lebens. Wir sind quer durch Lesotho gefahren. Das wären 250 km gewesen. Und daher, dass diese Straße in unseren Karten als Asphaltiert galt, dachten wir, dass wir so 4 Stunden für diesen Weg brauchen, und dann noch mal 2-3 Stunden bis nach Underberg, unser nächster halt in unserem Urlaub. Doch dies gestaltete sich leider etwas schwieriger. Am Anfang war die Straße super, dann ein Schotterweg, auf dem man aber ohne Probleme noch 60 km/h fahren konnte. Dort trafen wir dann auch noch, als wir kurz Pause gemacht haben, ein paar Einheimische aus einem kleinen Dorf mitten im Niergendwo. Diese waren so gastfreundlich, dass sie uns zu einem kleinen Snack einluden und uns ihre Hütten zeigten. Doch dann fuhren wir weiter und es wurde schrecklich! Im dritten Gang konnte man nicht mehr fahren, es ging auf und ab, der komplette Weg gezeichnet von riesigen Steinen. Ab und zu aufgesetzt und vor allem Angst gehabt, stecken zu bleiben oder sonstiges, da der Tank nur noch zu ¼ gefüllt war, hinter uns aber schon 4 Stunden Strecke lag, bis eine Tankstelle kommen würde. Daher mussten wir weiter fahren. Im Endeffekt sind wir nach 11 Stunden fahrt (für 250 km) an der Grenze zu Südafrika angekommen, die aber schon geschlossen war. Netterweise hat uns ein Polizist angeboten, bei ihm zu schlafen, was wir nach diesem harten Tag Dankend annahmen. Doch am nächsten Tag hörte das Drama noch nicht ganz auf. Die sogenannte „Straße“ war nach der Grenze weiterhin so gut wie gar nicht befahrbar mit unserem Toyota mit Frontantrieb. Und weiterhin waren es 50 km bis zur nächsten Tankstelle. Das haben wir dann zum Glück auch noch gemeistert und konnten beruhigt bis nach Underberg weiterfahren. Diese kleine Stadt liegt direkt an dem hier sehr bekannten Sani-Pass. Dieser ist eine Straße, welche direkt, aber sehr steil über die Drakensberge wieder nach Lesotho führt. In dem Backpacker angekommen direkt 3 deutsche Reisende getroffen, mit welchen wir uns sehr gut verstanden, weswegen wir dann auch mit denen am nächsten Tag den Sani-Pass hochgewandert sind (8 km). Gelaufen sind wir deswegen, da man für diesen kurzen Weg nach oben ansonsten 650 Rand bezahlen hätte müssen (ca. 50 Euro). Dort oben dann einen Happen gegessen in dem Höchsten Pub Südafrikas und die Aussicht genossen und dann wieder runter gelaufen. Den Tag darauf war ich noch mit Kirsten, einer meiner Mitbewohnerinnen und Bernd, welchen wir in dem schönen kleinen Backpacker kennen gelernt haben, Mountainbike fahren in den Bergen und die anderen ne runde Reiten, sind dann aber noch am gleichen Tag weiter gefahren zu dem nächsten Backpacker 200 km weiter. Dieser war auch sehr schön, aber viel größer als die anderen! In dem vorherigen konnten vielleicht 20 Leute drinnen schlafen und ein paar Leute zelten. Doch in diesen wurde uns berichtet, dass es der größte in Südafrika sei und zum beispiel an Silvester bis zu 4000 Leute dort feiern und übernachten. Dieser hatte dann auch einen Pool, Whirpool, Sauna, große Bar und und und... Dort haben wir dann lustiger Weise noch andere Freiwillige von unserer Organisation getroffen. Am nächsten Tag sind wir dann auf eigene Faust zum Amphie Theater und dem höchsten Berg Südafrikas gefahren. An diesem Amphie Theater kann man wundervolle Berge sehen und außerdem den zweithöchsten Wasserfall der Welt! Hört sich schön an, doch der Wasserfall war leider „ausgetrocknet“, da es hier noch nicht wirklich geregnet hat. Hat sich trotzdem sehr gelohnt! Es ist so wunderschön dort und vorallem eine sehr geile Strecke zum wandern! Den Tag darauf wollten wir eigentlich noch in den Royal Natal National Park, in welchen man in einem schönen See baden kann und auch schöne Natur sehen kann, doch das Wetter hat leider zum ersten mal nicht mitgespielt. Kalt, wolkig, regnerisch. Hat mich mal wieder sehr an Deustchland erinnnert. Wir sind dann jedenfalls wieder richtung Rustenburg gefahren, da wir dort das auto auch abgeben mussten. Haben aber noch 2 nächte bei anderen in der Nähe davon übernachtet, da ja erst Freitag war und wir das wochenende nicht schon in Ikageleng verbringen wollten. War auch sehr gut! Vor allem, da wir Kolja und Saskia lange nicht mehr gesehen haben, da es halt doch 140 km entfernt ist. Alles in allem war es ein sehr schöner Urlaub! Vor allem, da wir so doch relativ viel gewandert sind, und nicht durchgehend im Auto saßen. Soviel dazu und jetzt geht die Arbeit und der Alltag wieder los. Wenn es was neues gibt, werde ich mich hier wieder melden. Also bis dann!


PS: Es gibt leider keine Bilder oder Videos von der Horrorstrecke, da wir alle viel zu schlecht drauf und viel zu angespannt waren ...