Montag, 25. August 2014

Kaltes Südafrika



Wir sind am 21.08 um etwa 07:30 Uhr gelandet. Gegen 10 Uhr haben wir uns dann auf den Weg zum 3-Tägigen On-arrival Seminar gemacht, von dem wir vorher noch nicht wussten, wo es stattfindet. Wir sind dann also etwa 2 Stunden mit dem Bus zu unserem Seminar gefahren. Es war mittem nirgendwo! Es hat typisch südafrikanisch angefangen, nämlich entspannt. Erst einmal wurde gegessen und dann hatten wir noch mal eine stunde für uns. Dann kam den gleichen Tag noch und den Freitag darauf wieder relativ viel Input zum verarbeiten, doch eigentlich fast alle Freiwilligen haben immer mehr lust bekommen endlich in ihr Projekt zu kommen und so richtig anzukommen. Am Freitag morgen haben wir verstanden, wieso wir Winterjacken und Schals mitbringen sollten. Wir hatten nachts -1 Grad und das ohne Heizung. Superklasse! Wir saßen morgens um 7 Uhr in Winterjacke und mit Schal am Frühstückstisch. Unfassbar. Samstag ging es dann gegen 10 Uhr morgens los. Wir sind mit Kleinbussen gestartet und ich und meine anderen beiden Mitbewohnerinnen sind nach etwa 5 Stunden Fahrt und dem Ablanden einiger anderer Freiwilliger umgestiegen auf einen Pick-up und sind damit die letzten Kilometer bis nach Zeerust gefahren.
Endlich sind wir angekommen! Wir wohnen jedoch nicht direkt in Zeerust, sondern in einen Townchip nebenan namens Ikageleng bei einer Frau im Haus Namens Maki und ihrer drei Kinder. Wir wurden sehr nett empfangen aber waren zu kaputt um noch viel zu erkunden.

Den Sonntag darauf Sind wir dann mit Ponatshego und Seiner Freundin – eine Ehemalige des DSJW – durch ein kleines Tierreservat gefahren und haben dort gegrillt. Auf dem Rückwegen erhofften wir uns Giraffen zu sehen, sahen aber nur ein paar Impalas. War trotzdem ein schöner Tag!

Heute ging es dann endlich los! Wir sind um 8 Uhr in den einen der beiden Creches (Creche = Kindergarten) namens „Ikageleng“ gegangen. Dort haben wir die vielen Kinder und die Erzieher kennen gelernt! Was soll ich sagen. Alle Menschen hier sind so unfassbar lieb und nett und auch die Kinder kommen relativ schnell auf uns zu! Ich bin dann mit den etwas älteren Kindern und einer Chreche-Lehrerin in einen anderen Raum gegangen, in dem sie dann spielerisch mit den Kindern Englisch gelernt hat. Das hat mir auch sehr viel Spaß gemacht! Gegen 10:30 Uhr sind wir dann mit dem Taxi rüber nach Zeerust gefahren um den anderen Creche kennenzulernen: Kraaines. Man hat sofort einen sehr krassen unterschied zwischen den beiden Creches gemerkt. Ikageleng liegt direkt im Townchip und wird auch nur von Kindern besucht, welche im Townchip wohnen. Diese können so gut wie kein englisch und verstehen uns genauso wenig wie wir sie. Doch im Kraaines-Creche hat man schnell gemerkt, dass die Kinder viel besser Englisch können und auch besser erzogen sind. Uns wurde nebenbei auch von einem der Mitarbeiter erzählt, dass dieser Creche nur von Kindern besucht wird, von denen die Eltern etwas mehr Geld verdienen. Sobald Die Kinder uns kennengelernt haben, sprachen sie uns nur noch mit „Teacher“ oder „Teacher Tim“ an und konnten sich mit ihren jungen Jahren schon gut mit uns auf englisch unterhalten! Unglaublich!
Ab 13:30 Uhr kommen dann die Schüler aus Klasse 1-11 in den Creche und wir haben ihnen in extra Räumen Hausaufgabenhilfe gegeben. Dieser Tag war so super erfolgreich und spannend, unter anderem auch, da ich endlich Internet habe. Deswegen kommt jetzt auch alles von 5 Tagen auf einmal.


Das war es hiermit fürs erste und ich sage gute Nacht bzw. robala sentle! 

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