Montag, 13. Oktober 2014

Erster Urlaub - Lesotho & Drakensberge!

Wie schnell doch eine Woche Urlaub vergeht! Schon bin ich wieder daheim und es geht direkt weiter mit der Arbeit, aber es war sehr schön! Am Freitag, den 03.10 bin ich allein 140 km in die nächstgrößere Stadt Rustenburg gefahren um unser Auto abzuholen. Dann habe ich die 2 andere Freiwillige auf dem weg zurück mitgenommen und wir sind dann zusammen nochmal nach Ikageleng, haben dort was gegessen und sind dann gegen 14 Uhr los gekommen. Das war schon ein bisschen spät. Denn wir kamen dann erst nach dem einen oder anderen falsch eingeschlagenen Weg um 11 Uhr in dem ersten Backpacker (das sind meist kleine Unterkünfte, in welchen man campen, in Mehrbettzimmern schlafen oder in Doppelzimmern schlafen kann) kurz hinter der Grenze von Lesotho, Südöstlich von Maseru, der Hauptstadt an. Daher, dass wir den Urlaub möglichst günstig halten wollten, waren wir campen. Das kostet, je nach Lage des Backpackers etwa 70-90 Rand (5-6,50 Euro). Dafür kann man dann dort übernachten, die Waschräume und eine Küche benutzen und nette Leute kennen lernen! Am nächsten Tag sind wir dann ein bisschen weiter in den Süden gefahren und haben uns den größten Wasserfall Lesothos angeschaut, den Maletsunyane. Dann haben wir noch einmal in dem gleichen Backpacker geschlafen und sind den nächsten Morgen aufgebrochen in Richtung Drakensberge (Bergkette, welche an die komplette Ostseite Lesothos angrenzt). Dies war die schlimmste Autofahrt unseres Lebens. Wir sind quer durch Lesotho gefahren. Das wären 250 km gewesen. Und daher, dass diese Straße in unseren Karten als Asphaltiert galt, dachten wir, dass wir so 4 Stunden für diesen Weg brauchen, und dann noch mal 2-3 Stunden bis nach Underberg, unser nächster halt in unserem Urlaub. Doch dies gestaltete sich leider etwas schwieriger. Am Anfang war die Straße super, dann ein Schotterweg, auf dem man aber ohne Probleme noch 60 km/h fahren konnte. Dort trafen wir dann auch noch, als wir kurz Pause gemacht haben, ein paar Einheimische aus einem kleinen Dorf mitten im Niergendwo. Diese waren so gastfreundlich, dass sie uns zu einem kleinen Snack einluden und uns ihre Hütten zeigten. Doch dann fuhren wir weiter und es wurde schrecklich! Im dritten Gang konnte man nicht mehr fahren, es ging auf und ab, der komplette Weg gezeichnet von riesigen Steinen. Ab und zu aufgesetzt und vor allem Angst gehabt, stecken zu bleiben oder sonstiges, da der Tank nur noch zu ¼ gefüllt war, hinter uns aber schon 4 Stunden Strecke lag, bis eine Tankstelle kommen würde. Daher mussten wir weiter fahren. Im Endeffekt sind wir nach 11 Stunden fahrt (für 250 km) an der Grenze zu Südafrika angekommen, die aber schon geschlossen war. Netterweise hat uns ein Polizist angeboten, bei ihm zu schlafen, was wir nach diesem harten Tag Dankend annahmen. Doch am nächsten Tag hörte das Drama noch nicht ganz auf. Die sogenannte „Straße“ war nach der Grenze weiterhin so gut wie gar nicht befahrbar mit unserem Toyota mit Frontantrieb. Und weiterhin waren es 50 km bis zur nächsten Tankstelle. Das haben wir dann zum Glück auch noch gemeistert und konnten beruhigt bis nach Underberg weiterfahren. Diese kleine Stadt liegt direkt an dem hier sehr bekannten Sani-Pass. Dieser ist eine Straße, welche direkt, aber sehr steil über die Drakensberge wieder nach Lesotho führt. In dem Backpacker angekommen direkt 3 deutsche Reisende getroffen, mit welchen wir uns sehr gut verstanden, weswegen wir dann auch mit denen am nächsten Tag den Sani-Pass hochgewandert sind (8 km). Gelaufen sind wir deswegen, da man für diesen kurzen Weg nach oben ansonsten 650 Rand bezahlen hätte müssen (ca. 50 Euro). Dort oben dann einen Happen gegessen in dem Höchsten Pub Südafrikas und die Aussicht genossen und dann wieder runter gelaufen. Den Tag darauf war ich noch mit Kirsten, einer meiner Mitbewohnerinnen und Bernd, welchen wir in dem schönen kleinen Backpacker kennen gelernt haben, Mountainbike fahren in den Bergen und die anderen ne runde Reiten, sind dann aber noch am gleichen Tag weiter gefahren zu dem nächsten Backpacker 200 km weiter. Dieser war auch sehr schön, aber viel größer als die anderen! In dem vorherigen konnten vielleicht 20 Leute drinnen schlafen und ein paar Leute zelten. Doch in diesen wurde uns berichtet, dass es der größte in Südafrika sei und zum beispiel an Silvester bis zu 4000 Leute dort feiern und übernachten. Dieser hatte dann auch einen Pool, Whirpool, Sauna, große Bar und und und... Dort haben wir dann lustiger Weise noch andere Freiwillige von unserer Organisation getroffen. Am nächsten Tag sind wir dann auf eigene Faust zum Amphie Theater und dem höchsten Berg Südafrikas gefahren. An diesem Amphie Theater kann man wundervolle Berge sehen und außerdem den zweithöchsten Wasserfall der Welt! Hört sich schön an, doch der Wasserfall war leider „ausgetrocknet“, da es hier noch nicht wirklich geregnet hat. Hat sich trotzdem sehr gelohnt! Es ist so wunderschön dort und vorallem eine sehr geile Strecke zum wandern! Den Tag darauf wollten wir eigentlich noch in den Royal Natal National Park, in welchen man in einem schönen See baden kann und auch schöne Natur sehen kann, doch das Wetter hat leider zum ersten mal nicht mitgespielt. Kalt, wolkig, regnerisch. Hat mich mal wieder sehr an Deustchland erinnnert. Wir sind dann jedenfalls wieder richtung Rustenburg gefahren, da wir dort das auto auch abgeben mussten. Haben aber noch 2 nächte bei anderen in der Nähe davon übernachtet, da ja erst Freitag war und wir das wochenende nicht schon in Ikageleng verbringen wollten. War auch sehr gut! Vor allem, da wir Kolja und Saskia lange nicht mehr gesehen haben, da es halt doch 140 km entfernt ist. Alles in allem war es ein sehr schöner Urlaub! Vor allem, da wir so doch relativ viel gewandert sind, und nicht durchgehend im Auto saßen. Soviel dazu und jetzt geht die Arbeit und der Alltag wieder los. Wenn es was neues gibt, werde ich mich hier wieder melden. Also bis dann!


PS: Es gibt leider keine Bilder oder Videos von der Horrorstrecke, da wir alle viel zu schlecht drauf und viel zu angespannt waren ...

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